Es ist immer noch heiß und wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir einfach hier geblieben und hätten einen weiteren Tag im Hostel verbracht.
Aber das geht wohl nicht und so brechen mein Lieblingsmensch und ich mit drei weiteren Zweibeinern früh morgens auf, um zurück zum Trail gebrachtzu werden.
Also wieder laufen, laufen, laufen!
Macht mir das Spaß? Eigentlich schon, aber nicht wenn es so warm ist.
Wir laufen langsam und kommen gegen Mittag beim Rice Field Shelter an, wo wir den Hiker Sam antreffen und dort eine lange Pause wegen der Hitze einlegen.
Spät am Nachmittag geht's dann noch mal zweieinhalb Kilometer weiter zum nächsten Zeltplatz, weil es dort laut Karte Wasser geben soll.
Ja mit dem Wasser ist das hier wirklich ein Problem und viele kleine Quellen ausgetrocknet.
Bevor wir los laufen warnt uns Sam vor dem bevorstehenden Gewitter, doch mein Lieblingsmensch meint, dass wir rechtzeitig ankommen werden.
Wir schaffen es natürlich nicht vor dem großen Regen!
Kurz bevor wir am Platz ankommen geht es los!
Es donnert, es blitzt und es kommt ganz viel Wasser von oben. Mein Lieblingsmensch beeilt sich mit dem Zelt und sobald es einigermaßen steht bin ich darin verschwunden mit samt unseren Gepäck.
Mein Lieblingsmensch braucht etwas länger, um unser Zelt regenfest zu machen. Sie ist ganz nass, als sie reinkommt.
Und dann geht das Gewitter richtig los. Ich bin ja sonst ein sehr entspannter Hund, aber da bekomme selbst ich Angst. Würde mein Lieblingsmensch mich nicht festgehalten, ich wäre in Panik davongelaufen. Das muss ich ja ganz ehrlich zugeben. So laut und heftig direkt über mir!
Irgendwann ist es vorbei und ich kann mich entspannt schlafen legen
Am nächsten Morgen geht es dann wieder weiter, leider ohne Wasser, da die angezeigte Quelle nicht zu finden ist.
Statt einer Wasserquelle trafen wir aber auf eine Schildkröte, die wohl auch am Wandern war.
Die folgenden Tage ist es immer noch sehr warm und die kleinen Gewitterregen in der Nacht bringen keine Abkühlung.
Bis zum nächsten Hostel sind es noch dreiundzwanzig Kilometer, viel zu viel für mich und bei der Wärme.
Als wir eine kleine Schotterstraße überqueren, machen wir eine kleine Pause.
Von solchen Strassen gibt es einige auf dem Trail, sind sehr einsam und werden kaum benutzt.
Aber gerade als wir wieder losmarschieren wollen, kommt doch tatsächlich ein Auto vorbei.
Mein Lieblingsmensch, manchmal recht langsam in ihren Entscheidungen, hält das Auto und fragt nach einer Mitfahrgelegenheit.
Die zweibeinige Fahrerin hat wohl Mitleid mit uns, schaute kurz auf ihre Uhr, läst uns einsteigen und bringt uns zum Catbawa Store.
Sehr, sehr nett. Telefonieren geht nur im Geschäft, da es hier, fern ab der größeren Städte kein Netz gibt.So ruft mein Lienlingsmensch mit dem Telefon der Ladeninhaberin das Hostel an, was nicht mehr weit entfernt liegt. Recht bald werden wir abgeholt und so kann ich mich schon um die Mittagszeit meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und vor mich hinschlummern.
Jetzt haben wir es nicht mehr weit bis zum McAfee Knob, der Felsklippe, die wohl ganz bekannt ist und von der jeder Bilder machen möchte.
Es ist übrigens immer noch heiß und nur im Schatten der Bäume auszuhalten.
Aber je höher wir den Berg erklimmen umso kühler wird es.
Und dann sind wir endlich da!
Von dort ist es nur ein kurzer Pfotenlauf zur Pig Farm Campsite wo wir den Nachmittag und die Nacht verbringen.
Weiter geht's Tags darauf über die Tinker Cliffs Richtung Delville.
Ja und dann hat uns ein Bär besucht!
Ich habe den Bären zuerst entdeckt und hätte ich ihn nicht mit meinem gefährlichen Bellen und Knurren verjagt, wer weiß....
Der Bär kommt auch in der Nacht nicht wieder und wir erreichen sicher am nächsten Tag Delville und verbringen einen entspannten Nachmittag im Duck n Hut Hostel.
Es ist der 4.Juli, der Independent Day, der in Amerka groß gefeiert wird.
Leider auch im Hostel!
Es wird gegrillt, Salate und Brot aufgetischt und Getränke bereit gestellt.
Und es gibt ein Feuerwerk!
Wieder diese Knallerei und ich gefühlt mittendrin.
Ich bin zwar drinnen und verstecke mich auch unter dem Bett, aber würde mein Lieblingsmensch nicht bei mir sein, dann würde ich wohl noch mehr Angst haben.
Ich bin zwar mutig genug, um Schwarzbären zu verjagen, aber ein Feuerwerk ist was anderes.
Aber auch das überstehe ich wie die Gewitternacht vor einigen Tagen.
Nachdem sich mein Lieblingsmensch am folgenden Tag neuen Pfotendchutz in Delville gekauft hat geht es wieder zum Trail zurück, weiter Richtung Norden.
Wir kommen nur langsam voran, da es immer noch sehr warm ist, aber so ist es dann auch weniger anstrengend.
Ich kann mein Fell ja nicht ausziehen und bin froh über jeden Schattenplatz zum Ausruhen.
Dieser Doppeldecker Shelter ist so groß und wir ganz alleine, so dass mein Lieblingsmensch unser Zelt einfach im Shelter aufgebaut.
Es riecht nach Regen und Gewitter und so sind wir im Shelter geschützt.
Das befürchtete Unwetter bleibt aus, das erreicht uns erst am Spätnachmittag des folgenden Tages.
Aber diesmal natürlich ohne diesen tollen Wetterschutz.
The Guillotine
Nach vielen, vielen Meilen haben wir heute Glasgow erreicht.
Die kleine Stadt hat für uns Hiker einen extra Platz zur Verfügung gestellt.
Dort gibt es ein Shelter mit Steckdosen zum Aufladen von Powerbanks und Handys, eine Dusche und Platz zum Zelten.
Gleich gegenüber ist eine Pizzeria und ein Lebensmittelladen.
So ist nicht nur für meinen Lieblingsmenschen gesorgt, sondern auch für mich mit feinen Leckerlies.
Hier machen wir erst einmal Pause und ich kann mich den ganzen Tag ausruhen.
Happy Trails
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💖💖💖Liebe Grüße
Heidrun und Burkhardt 🐴🐴
Euch weiterhin alles Gute und viel Spaß.